Ralph Richardson            

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Ein paar gratis Tips


Stehe immer in der Mitte vor Deiner Pan. Jede Bewegung sollte sparsam und mit einem Minimum an Aufwand ausgeführt werden können. Auch aussen liegende Notenfelder können von der Mitte aus am besten erreicht werden.

Spiel aus dem Handgelenk und nicht mit den ganzen Armen.

Triff mit den Sticks in die Mitte der einzelnen Notenfelder.
Später, wenn Du das Verhalten Deines Instrumentes in- und auswendig kennst, kannst Du dann mit Absicht Töne "hinmogeln", die als solche Notenfelder gar nicht da sind, indem Du eben NICHT in der Mitte des Feldes spielst...

Ueberkreuze nicht die Arme. Wenn die Note links liegt, spiele sie mit der linken Hand, wenn die Note rechts liegt, spiel sie mit der rechten Hand. Immer beide Hände gebrauchen!

Die Zeigefinger nicht parallel den Sticks entlang ausstrecken, dies killt den Ton. Sticks werden zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, der Zeigefinger liegt locker um den Stick.
Mit Mittel- und Ringfinger kann dem Wirbel am Stick-Ende "nachgeholfen" werden.

Die richtigen Sticks zum richtigen Instrument - auch wenn Du das Gefühl hast ein Guitar gespielt mit richtig harten Second Sticks töne schöner (alles schon gesehen/gehört!). Eine Pan gibt immer nur das was Du ihr gibst!! Besseres Volumen kannst du nur durch Training erreichen und nicht durch "falsche" Sticks. Ein Arranger will ein Guitar hören, sonst würde er Dich woanders einsetzen, und mit falschen Sticks hören Zuschauer unter Umständen nur Obertöne!

Sticks mit "ausgefranstem" Gummi auswechseln.
Liebe Kinder: 'Nöd ewigs a de Gümmis umechnüüble und umechafle!' - am Kiosk gibt's Kaugummi für 10 Rappen!

Die Ständerhöhe so einstellen, dass sich die Pan ungefähr auf Schambeinhöhe befindet. Somit können beim Spielen die Arme frei fallen gelassen werden. "Flügel" (nach aussen gestellte Ellbogen), verkrampfte Haltung, Schulter- und Rückenschmerzen werden somit automatisch vermieden. Kleiner gewachsene Personen und Kinder können sich beim Bass, welcher sich in der Höhe nicht verstellen lässt, mit einem "Böckli" (Holz-Palett etc.) behelfen.

Pan spielen heisst nicht, aufs Fass runter schlagen (auch wenn es von Weitem so aussehen mag), sondern die Töne aus dem Fass heraus holen. Also die Sticks nicht auf die Notenfelder runter "bongen" und dort liegen lassen, sondern Bewegungen machen, gerade so als würde man die Töne aus dem Fass heraus fischen.

Oft hören wir von Soprano SpielerInnen: "die hohen, inneren Noten tönen ja gar nicht...". 
Der Hersteller hat sie dort nicht zur reinen Dekoration hingemacht. Er hat diesen hohen Tönen dieselbe Aufmerksamkeit geschenkt, wie allen anderen auch. Klangerzeugung erfordert metrische Präzision und Feinmotorik und keine Kraft. Es kommt drauf an wie man auf das Metall schlägt und wie schnell man die Sticks wieder von den Notenflächen lösen kann. Ueben!
Allenfalls auch die Rubbertips auswechseln.

Mit den Händen IM Fass spielen, Hände nicht aus dem Fass heraus heben. Schnelles Spielen wird nur möglich werden, wenn die Bewegungen so klein wie möglich belassen werden.

Die Ellbogen gehören locker geschlossen an den Körper. Theoretisch sollte es möglich sein, ein Single Pan mit Sticks unter die Achselhöhlen geklemmt zu spielen, ohne dass diese herunter fallen. Die Bewegung kommt aus den Handgelenken und NICHT aus den Schultern oder Ellbogen.

Uebe in der Gruppe nicht autistisch vor Dich hin, während dem sich andere konzentriert einem Part hinwenden oder dem Arrangeur zuhören. Spiel nur wenn Du dazu aufgefordert wirst!

Traditionellerweise wird Steelpan aus dem Gehör und Gedächtnis gespielt. Es gibt mehrere gute Gründe, herkömmliche Musiknoten oder selbst aufgeschriebene Buchstaben zu Uebungszwecken zur Hilfe zu nehmen. In unseren Workshops ist jedoch das Ziel, am Ende ohne Noten zu spielen, und ohne herumflatternde Blätter und langen "Noten-Gnuusch-Pausen" aufzutreten. Unsere Methode unterstützt das Memorisieren, ist also gleichzeitig Gedächtnis-Training und Gehörbildung.

Wer nicht darauf verzichten kann sich Notizen zu machen, sollte sich angewöhnen, diese in der richtigen Notenschrift nieder zu schreiben, und nicht in Buchstaben. Mit der richtigen Notenschrift können Takte, Pausen, Rhythmen, Wiederholungen, Dynamics, Chords etc. korrekt einbezogen werden, so dass das Arrangement auch später noch verstanden wird, oder neuen Bandmitgliedern weiter gegeben werden kann.

Spielflächen von Pans nicht mit Magnete, Zetteln und Klebern vollpappen!!!
Auf diese Spielflächen gehören nur Eure "Magic Sticks". Wer nicht auswendig lernen will
wo das C liegt, schreibe es von Vorteil mit einem Permanent Marker an.

"Sooo schnusigi Plüschtierli", "Magnetli" und "Chlüppli" haben nichts an einer Steelpan verloren,
die gehören ins Kinderzimmer, an den Kühlschrank, resp. in die Waschküche!!

Die Deutsche Note 'H' heisst überall sonst auf der Welt 'B'. Es ist empfehlenswert dieses H aus dem Vokabular zu streichen, und von Anfang auch B zu nennen. 'H' in Englisch ist KEINE Musiknote und könnte zu fatalen Missverständnissen führen...!!

Am besten vertraut mit seinem Instrument macht man sich, indem man die Chromatische und alle Dur Tonleitern spielen lernt (rauf und runter). Das ist schon mal eine sehr hilfreiche Basis, um sich einzuprägen wo denn so die Töne in der jeweiligen Pan liegen.

Tonleitern, wie zum Beispiel eine C-Dur (C D E F G A B),
werden zum besseren Verständnis auch als 1,2,3,4,5,6,7 bezeichnet (theoretisch I-II-III-IV etc.).
Jetzt kann man mit kleinen Uebungen anfangen, z.Bsp.: 1232, 2343, 3454 usw. 
um bei C-Dur zu bleiben wäre das CDED, DEFE, EFGF usw.
Man kann auch "jonglieren" mit:
1,3,5,2,4,3,5,4,6,5,7,6,8,7,9,8 oder
1,3,5,2,4,6,3,5,7,4,6,8,5,7,9,6,8

All diese Uebungen können auf sämtliche Ausgangsnoten der Chromatischen Tonleiter adaptiert werden. Eine kleine aber wertvolle und Erfolg versprechende Spielerei.

Das Geheimnis des Erfolgs liegt im täglichen Ueben und unermüdlichen Wiederholen.
 

Workshops

Die unverbindlichste Lösung ist der Besuch eines Workshops



  


 

 

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